Europaweit verfügen wir auf dem Gebiet der Kopforthese über die mit Abstand größte Praxiserfahrung.
Unser Wissen aus Behandlung, Forschung und Entwicklung bündeln wir in einem großen, weiter wachsenden internationalen Netzwerk. In diesem Cranioform-Netzwerk findet ein ständiger Erfahrungsaustausch verschiedener Spezialisten statt. Wir sind in der Verantwortung gegenüber unseren kleinsten Patienten, medizinische wie technische Entwicklungen voranzutreiben. Durch unsere Therapie wird den Kindern langfristig ein Stück Lebensqualität geschaffen.
Falls vorgenommene Umlagerungsversuche und physiotherapeutische Maßnahmen keine deutliche Verbesserung der Kopfform bis zum vierten bis fünften Lebensmonat gebracht haben, ist bei ausgeprägten Deformitäten eine Kopforthese sinnvoll.
Dabei wird das eigene Wachstum des Kopfes ausgenutzt und in die richtige Richtung (abgeflachten Areale) gelenkt. Das geschieht durch die Verwendung eines individuell von uns hergestellten Kopfhelms, der auf der Basis eines 3D-Fotos des kindlichen Kopfes aufgebaut wird. Dafür nutzen wir modernste Messtechniken.
Ein berührungsloses 3D-Scanverfahren ohne Laserstrahlen erfasst alle wichtigen Daten bereits innerhalb von 1,5 Millisekunden.
Der Helm für die Kopforthese, den wir anhand der so gewonnen Daten herstellen, weist eine ideale Form auf. Er besteht aus leichtem, hautfreundlichem Kunststoff und liegt an den prominenten Arealen des Köpfchens an, sodass das Wachstum an diesen Stellen während der Behandlungszeit unterdrückt wird. Er lässt Platz an den abgeflachten Stellen und ermöglicht das Wachstum in die ideale Form hinein.
Um die Behandlung von Anfang an in die richtige Richtung zu lenken, kommt es darauf an, genau festzustellen, wie viel Volumen an den betroffenen Stellen zur idealen Kopfform fehlt.
Dieses berechnen wir mit Hilfe einer sehr leistungsfähigen Software, die wir selbst entwickelt haben: Cranioform Analytics®. Damit sind wir in der Lage, die Ausmaße der Kopfdeformitäten dreidimensional zu erfassen. Die so gewonnenen 3D-Fotodaten werden in einem speziellen CAD-Programm bearbeitet, um festzustellen, wie der Helm aufgebaut sein muss. Nach der Erstellung eines Kopfmodells bauen wir den individuell angepassten Cranioform-Therapiehelm, in den der Kopf des Kindes dann ideal hineinwachsen kann.
Während der Behandlung ist das gesamte Kopfwachstum nicht eingeschränkt, es folgt streng dem percentilen Wachstumsverlauf.
So können wir durch das Ausnutzen des großen Wachstumspotenzials des Köpfchens im ersten halben Lebensjahr selbst starke Deformitäten ausgleichen.
Der Helm muss 23 Stunden am Tag getragen werden, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. In der helmfreien Zeit wird dieser gereinigt und die Hautpflege des Kindes vorgenommen. Die Behandlung dauert je nach Ausprägung der Deformität und Alter des Kindes bei Behandlungsbeginn (idealerweise im vierten bis fünften Lebensmonat) zwischen acht Wochen und acht Monaten.

Erfahrungen zeigen, dass sich die Kinder sehr schnell an den leichten Helm gewöhnen. Sie sind offenbar in keiner Weise durch den Helm beeinträchtigt.