Haben Sie das Gefühl, der Kopf Ihres Säuglings ist auffällig geformt, anders als bei anderen Kindern? Und Sie haben schon irgendwo einmal von den Möglichkeiten einer Helmtherapie gehört?
Da Kopfverformungen bei Babys zu Funktionsstörungen im Kiefer und Nackengelenk führen können, soll die Cranioform Helmtherapie helfen, den wachsenden Kopf in die richtigen Bahnen zu lenken. Damit dies für die Babys möglichst schonend passiert, setzen wir all unser Wissen in die Weiterentwicklung von Diagnose, Therapie und Erstellung der individuellen Therapie-Helme.
Wenn Sie als Eltern betroffen sind und sich damit beschäftigen, wie Sie Ihrem Säugling bei lagebedingten Kopfdeformitäten helfen können, tauchen nachfolgende Fragen, die wir für Sie zusammen gestellt und beantwortet haben, immer wieder auf. Die Übersicht der "FAQs" (Frequently Asked Questions) soll Ihnen Hilfestellung und Sicherheit im Umgang mit einer möglichen Cranioform Helmtherapie geben.
Für die Häufigkeit von Plagiocephalie gibt es keine genauen Zahlen. Seit der Empfehlung, die Kinder wegen des plötzlichen Kindstods auf dem Rücken zu lagern, hat die Anzahl der lagebedingten Kopfdeformitäten stark zugenommen.
Unserer Erfahrung nach sind noch nie Risiken bei der Helmtherapie aufgetreten. Wenn Sie mit Ihrem Kind in den ersten Lebensmonaten in eines unserer Zentren kommen und wir zu einer Behandlung raten, können wir einen Behandlungserfolg garantieren.
In einem Alter von 1 – 3 Monaten empfehlen wir vorbeugende Maßnahmen wie z. B. Umlagerung und Physiotherapie. Sind ab dem 4 Lebensmonat noch Kopfdeformitäten sichtbar, ist es sinnvoll, Ihr Kind bei einem unserer Ärzte vorzustellen. Wir sind zuversichtlich, die Kopfdeformität Ihres Babys wieder ausgleichen zu können, wenn es bei Behandlungsbeginn jünger als 15 Monate ist. Je früher die Therapie begonnen wird, desto besser.
Machen Sie sich keine Sorgen, Kinder in diesem Alter gewöhnen sich sehr schnell an den Helm. Je jünger das Baby ist, desto eher wird es den Helm akzeptieren. Unsere Ärzte passen den Helm maßgenau an den Kopf Ihres Kindes an, sodass Ihr Baby dadurch nicht eingeschränkt wird. Im Allgemeinen wird Ihrem Kind durch den Helm ein wenig wärmer werden, kleiden Sie es also luftiger.
Jeder Helm wird individuell für den kleinen Patienten angefertigt und angepasst. Die Korrektur der Schädeldeformitäten gelingt hierbei nicht durch ein "hineindrücken" prominenter Areale des Kopfes, sondern dadurch, dass diese Stellen zunächst am weiteren Wachstum gehindert werden, wobei abgeflachte Anteile durch das eigene Wachstum ausgefüllt werden.
Je nach Alter des Kindes und Ausprägung der Asymmetrien, dauert die Behandlung zwischen 8 Wochen und 8 Monaten. In der Behandlungszeit sollte Ihr Kind den Helm 23 Stunden am Tag tragen. Lediglich zur Hautpflege und Reinigung des Helmes wird er für eine Stunde abgesetzt.
Die Kosten für die Helmtherapie werden bei ausgeprägten Deformitäten von den meisten Krankenkassen übernommen. Es ist jedoch eine Einzelfallentscheidung der jeweiligen Krankenkasse.